Von der Trennung 

              ins Einssein

Von John de Ruiter

John de Ruiter Satsang

In dieser Welt herrscht die Tendenz vor, sich mit einem Gefühl von »Ich« und »mein Leben« zu identifizieren und an eine Trennung vom Ganzen zu glauben. Tatsächlich gibt es eine solche Trennung, und zwar entsteht sie zwischen unserem Bewusstsein und dem, was es tief im Herzen weiß; wenn nämlich der Glaube fälschlicherweise auf die Wichtigkeit der persönlichen Erfahrung gerichtet wird, anstatt auf das wirklich Wesentliche: reines Wissen, das sich durch ein offenes Herz offenbart.

Wenn das Bewusstsein all seinen Glauben auf das richtet, was es einfach weiß, verschwindet die Trennung, und Integration – der Prozess, »eins« zu werden – beginnt.


Selbst und Herz

Was ich in den Meetings lehre, ist, dass Einssein tatsächlich existiert, jedoch vorerst nur dem eigenen Wesen innewohnt. Das Herz und das Selbst sind nicht zwangsläufig eins, denn als Person kann man sich entscheiden, im Selbst und im Herzen getrennt zu sein. Glücklicherweise hat unser Bewusstsein die Fähigkeit, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Bewusstsein kann den Glauben an die persönlichen Vorlieben lösen. Wenn sich das Bewusstsein lockert, beginnt es sich in das, was es weiß, hinein zu entspannen, und Integration beginnt; eine natürliche Rückkehr zum Einssein.

Das ist es, was wir wirklich sind. Aber schon früh im Leben vergessen wir dies, wenn die Konditionierungen dieser Welt uns glauben machen, dass die Identitäten und Vorlieben des Selbst wichtig seien. Einssein ist natürlich für uns – aber nicht für die Strukturen dieser Welt. Weil wir jedoch in dieser Welt leben, müssen wir uns bewusst entscheiden für das, was wir in unseren Herzen wissen. Es wird uns nicht gegeben – wir sind verantwortlich dafür. Wir sind in der Lage, uns dem hinzugeben, was wir in unseren Herzen wissen.


Öffnung ins Herzenswissen

Die Meetings, die ich gebe, sind ein kontinuierliches Öffnen in die Weite und Reinheit des Herzenswissens. Obgleich ich Konzepte formuliere, bin ich kein Lehrer im herkömmlichen Sinne. Meine Verantwortung ist es zunächst, das zu sein, was ich am tiefsten weiß. Aus diesen tieferen Ebenen heraus verbinde ich mich mit anderen. Im Einklang mit ihrer eigenen Aufrichtigkeit treten sie mit dem, was ich bin, in Resonanz. Sowohl in Mee­tings als auch in ungezwungener Atmosphäre während informeller Treffen stehe ich Menschen zum Gespräch und zur Verbindung mit meinem Sein zur Verfügung. 

Abgesehen von Meetings mit Tiefe und Fokus verbringe ich auch Zeit mit Leuten in geselliger Runde, beim Essen, Kaffeetrinken oder bei einem kühlen Bier. 


Resonanz ist entscheidend

Egal, ob die Begegnungen in tiefer Stille oder dynamischer Natur sind – ich bin hier, um die Menschen zu ihrem eigenen, tiefsten Er­wachen zu führen. Resonanz ist dabei ausschlaggebend. Es geht nicht um einen Prozess des Verstehens, sondern darum, auf das einzugehen, und wirklich das zu sein, von dem man im Herzen weiß, dass es wahr ist. Das Verstehen folgt, so wie auch Glück und Heilung wirklich folgen, aber sie kommen als Resultat tieferer Integration. Diese Integration dient dem Tiefsten; dem, von dem wir wissen, dass es nur gut und wahr ist.

Um für das Reinste und Tiefste in jedem einzelnen da zu sein, gebe ich Meetings und verbringe so viel Zeit mit anderen, wie mir möglich ist.


www.johnderuiter.com/de


John de Ruiter

John de Ruiter wurde 1959 in Kanada geboren. Seit 1986 gibt er sein Wissen in Meetings weiter. 2006 gründete er das »College of Integrated Philosophy«. Obwohl er das Priester­seminar besuchte, sind seine Meetings keiner Schule angeschlossen, sondern basieren auf der Wahrheit in jedem Moment. mail@johnderuiter.com